Orientierung im Wandel
Der rote Faden

Wir sind auf dem besten Wege, eine Warnung des Philosophen Lao-tse nachhaltig zu ignorieren. Der chinesische Weise schrieb vor mehr als 2000 Jahren: Ein Volk, das seine Sprache verliert, ist dem Untergang geweiht. Angesichts der allgemeinen Sprachkonfusion sind eine sprachlich vermittelte Orientierung und Identitätsbildung für den Einzelnen extrem gefährdet. In Zeiten, in denen die globalisierenden Wirtschaftsinteressen auch radikal in die sozialen Systeme, Umweltbezüge und Erfahrungsbereiche der Menschen eingreifen, stehen wir vor einer schwierigen Situation: Wir können den Wandel nur mitmachen, wenn wir die Möglichkeit haben, uns in ihm nicht selbst zu verlieren.

Der Satz „Bleib Dir treu und wandle dich“ beschreibt die Aufgabenstellung und verheißt zugleich ihre Lösung. Wir müssen uns besinnen auf die Dinge, die uns wichtig sind, die uns im tiefsten Innern unseres Wesen ausmachen, die unverzichtbar sind. Wie zum Beispiel menschliche Würde und Freiheit, Respekt. Sie sind der Garant erfolgreichen Wandels. Wer diese Dinge zur Disposition stellt, zerstört. Darüber müssen wir reden. Wir müssen uns wieder darüber verständigen, was uns wichtig ist. Unverzichtbar. Als Einzelperson und als Gesellschaft. Darin sehe ich meinen Beitrag.

 

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